Die Ineffizienz der “Linkpyramide”

30. November 2010

Was ist eigentlich eine Linkpyramide? Die bildliche Vorstellung ist eigentlich ganz einfach. Eine Webseite A an der Pyramidenspitze bekommt Links von mehreren Webseiten B1 bis Bn. Diese Webseiten bekommen wiederum Backlinks von mehreren Webseiten C11 bis Cnm. Das ganze könnte sich dann nach Belieben in weiteren Ebenen fortsetzen, aber das soll hier erstmal reichen. Wer sich so eine Pyramide vorstellt kommt leicht auf die Analogie zu Schneeballsystemen oder Strukturvertrieben: die höheren Ebenen bekommen immer Teile des Kuchens der tieferen Ebenen ab. Sollte dann nicht auch die Pyramidenspitze einer Linkpyramide einen großen Teil der Power der darunter liegenden Ebenen sammeln?

Die Linkverwässerung

Erstauntlicherweise ist das gerade nicht der Fall: die Linkpyramide funktioniert nicht. Die Stärke, die über eine Verlinkung an eine andere Seite weitergegeben wird, teilt sich nämlich immer durch die Anzahl der Links einer Seite. Das heißt, an die Ebene nach “oben” wird bei der Linkpyramide immer nur ein Bruchteil der Linkstärke weitergegeben.

In den meisten Fällen lohnt sich der Aufwand daher nicht. Wenn in dem Beispiel aus A, B1 bis Bn zum Beispiel die Seite B1 insgesamt 60 eigene Links hätte, dann bedeutet das, dass 61 Links auf B1 indirekt zu A genauso effektiv wären, wie 1 gleichstarker Link direkt auf A. Die Verwässerung des Linkjuice ist so stark, dass sich die “indirekte Verlinkung” in den meisten Fällen praktisch nicht lohnt. Die Linkpyramide bündelt also entgegen mancher Erwartung nicht die Linkstärke der unteren Ebenen nach oben, sondern verteilt die Linkstärke praktisch nur auf den Seiten, aus denen die Pyramidenknoten gebildet werden.

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