Für alle: Google AdSense for Domains

13. Dezember 2008

Vielleicht haben Sie sich schon immer gefragt, was für Werbung auf den Seiten der Parkdienste liegt. Sie sieht ja aus, wie Google-AdSense-Werbung. Und tatsächlich ist es auch AdSense-Werbung. Allerdings steht diese spezielle Werbeform, AdSense for domains, bislang nur ausgewählten Partnern zur Verfügung. Das ändert sich jetzt – endlich.

“AdSense for Domains” erstmal nur für Amerika

Im Google-Blog Inside AdSense kündigt die Produktmanagerin Loren Donelson an, dass AdSense for Domains nun allen Publishern zugänglich gemacht wird. Das geschieht dann allerdings leider phasenweise, und im ersten Schwung sind natürlich die amerikanischen Publisher drin.

Wer ein AdSense-Konto hat kann im “AdSense Setup” nachschauen, ob der Account schon freigeschaltet ist.

Konkurrenz für die Parkseiten-Dienste?

Unternehmen wie Sedo oder Namedrive werden die Nachricht sicherlich mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehmen, denn sie werden ihr Quasi-Monopol für diese Werbeform verlieren. Praktisch könnte ja nun jeder seinen eigenen Parkdienst mit Google starten. Bislang scheiterten solche Versuche oft einfach schon daran, dass die Webmaster und Webmistresses keine gleichwertige Alternative zum PPC-Programm von Google AdSense gefunden haben.

Qualität der Parkseiten und Klickbetrug

Der Rollout von AdSense for Domains wird sicherlich besonders scharf überwacht. Der über Parkseiten generierte Traffic ist vielen Werbenden ohnehin schon suspekt – oft genug schmeissen sie in den Google-Adwords-Einstellungen das Content-Werbenetzwerk einfach heraus. Und in einem Heer neuer Mini-Parkdienste wird es sicherlich das ein oder andere Angebot geben, dass die neue gestalterische Freiheit für Parkseiten dafür missbraucht, um die Werbeangebote als redaktionelle Inhalte zu tarnen.

In der Vergangenheit reichte es aus, wenn Google mit den großen Parkdiensten Absprachen hielt, in einer schwarzgemalten Zukunft müsste Google das mit Millionen von Webmastern und Webmistresses tun. Allerdings dürfte diese Angst wohl unbegründet sein. Denn die Vergütung für Klicks auf Parkseiten ist vergleichsweise gering, und wer würde einen AdSense-Account riskieren, um mit unlauteren Mitteln ein paar Cent mehr zu verdienen?

Im Gegenteil ist eher eine Verbesserung der Qualität der Parkseiten zu erwarten. Die Gestaltung der Parkseiten des deutschen Branchenprimus Sedo gilt zum Beispiel vielen als Klickbremse. Und dass dafür dann auch noch ein größerer Teil der AdSense-Einnahmen abgegeben werden muss, ist für viele schwer zu verkraften. Wenn hier neue Anbieter mit neuen Ideen bessere Parkseiten gestalten ist das für alle ein Gewinn.

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